top of page

🌏 Vietnam in 2œ Wochen: Drachen, Laternen & TraumstrĂ€nde – Mein Abenteuer von Hanoi bis Mui Ne

  • Autorenbild: Sarah Kropf
    Sarah Kropf
  • vor 4 Stunden
  • 7 Min. Lesezeit

✈ Tag 1 – Willkommen in Hanoi: Erste Schritte in eine andere Welt

Ich lande in Hanoi und sofort trifft mich der Sound Vietnams: hupende Motorroller, quirlige Menschenmengen, der Duft von frischem Banh Mi und vietnamesischem Kaffee. Mein Hotelzimmer? Direkt im Herzen der Altstadt, und schon beim Auspacken merke ich: Hier beginnt etwas Grosses.

Abends geht’s ins Wasserpuppentheater. Ich sitze auf HolzstĂŒhlen, und plötzlich „tanzen“ bunte Puppen ĂŒber das Wasser. Geschichten von Drachen, Helden und FlĂŒssen werden erzĂ€hlt, begleitet von Trommeln und Flöten. Ich lache, staune und fĂŒhle mich direkt in ein vietnamesisches MĂ€rchen versetzt. Danach das Willkommens-Abendessen: jede Gabel ein kleines Abenteuer.



Tag 2 – Hanoi: Zwischen Tempeln, Tradition und Altstadtflair

Heute tauche ich tief in Hanois Seele ein. Der Literaturtempel empfĂ€ngt mich mit stillen Höfen, kunstvollen Details und einer AtmosphĂ€re, die sofort entschleunigt. Zwischen alten Mauern und schattigen Wegen spĂŒrt man, wie viel Geschichte in diesem Ort steckt.

Am Hoan-Kiem-See zeigt sich Hanoi von seiner ruhigen Seite. Rund um das Wasser pulsiert das Leben, wĂ€hrend der Jadeberg-Tempel auf seiner kleinen Insel fast mĂ€rchenhaft wirkt. Hier treffen Legenden, Natur und StadtgefĂŒhl auf ganz besondere Weise zusammen. Im Vietnam Museum of Ethnology wird die kulturelle Vielfalt des Landes lebendig. Spannende Einblicke, traditionelle Bauweisen und liebevoll prĂ€sentierte Ausstellungen machen den Besuch zu einer echten Entdeckungsreise durch Vietnams viele Gesichter. SpĂ€ter zieht mich die Altstadt mit ihren berĂŒhmten Gassen in ihren Bann. Zwischen kleinen LĂ€den, versteckten Innenhöfen, StrassenkĂŒchen und charmanten CafĂ©s offenbart sich Hanoi von seiner lebendigsten Seite. Hinter jeder Ecke wartet etwas Neues – ein besonderer Duft, ein schönes Detail oder einfach dieser unverwechselbare Mix aus Chaos und Charme. SpĂ€t abends machten wir uns noch zu einem der bekanntesten Spots Hanois, der mittlerweile berĂŒhmt auf Instagram ist: die Train Street. In den schmalen Gassen, wo an den Seiten kleine StrassencafĂ©s liegen, fĂ€hrt der Zug nur wenige Zentimeter an den HĂ€usern vorbei. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Menschen hier scheinbar mĂŒhelos zwischen dem Alltag und der heranrollenden Eisenbahn leben. Der Moment ist voller Spannung und zugleich voller Charme – eine Mischung aus Nervenkitzel, urbanem Flair und unverwechselbarem Hanoi-Feeling. Gleichzeitig merkt man schnell: Vorsicht ist Pflicht. Wer aufmerksam bleibt, kann dieses einzigartige Erlebnis in vollen ZĂŒgen geniessen.




🚱 Tag 4 – Halong-Bucht: Eine surreale Traumwelt

Die Fahrt zur Halong-Bucht  fĂŒhlt sich an wie ein Schritt in ein GemĂ€lde. Über 2’000 Kalksteinfelsen ragen aus smaragdgrĂŒnem Wasser – skurril, schön, fast surreal. An Bord der Dschunke gleiten wir durch versteckte Buchten, wĂ€hrend das Licht mit den Felsen spielt und die Szenerie immer wieder neue Facetten zeigt. Nicht umsonst gehört die Region zum UNESCO-Weltnaturerbe. Beim Sonnenuntergang verwandelt sich die Bucht in ein goldenes Meer – ein Moment, in dem ich wusste: Dieser Trip wird unvergesslich bleiben. Wir verbrachten eine Nacht auf dem Schiff und hatten so die Gelegenheit, die Magie der Halong-Bucht in aller Ruhe auf uns wirken zu lassen.



🌅 Tag 5 – Hoi An: Die Stadt, die verzaubert

Nach einem FrĂŒhstĂŒck mit Blick auf die Bucht, wĂ€hrend Nebelschwaden ĂŒber die Felsen tanzen, geht es zurĂŒck nach Hanoi und weiter mit dem Flug nach Da Nang, bevor wir in Hoi An ankommen – der bezaubernden KĂŒnstlerstadt mit UNESCO-Status. Kaum ein Ort versprĂŒht so viel Charme! In der Altstadt fĂŒhlt man sich in eine andere Zeit versetzt: Der Tumult und der LĂ€rm der Neuzeit sind hier noch nicht angekommen. Hoi Ans Altstadt blieb als einzige wĂ€hrend des Vietnamkriegs unversehrt und seit 1999 steht das malerische Ensemble historisch wertvoller GebĂ€ude unter dem UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Stadt empfĂ€ngt mich mit einem Lichtermeer: Laternen in allen Farben, kleine CafĂ©s und verwinkelte Gassen. Jeder Schritt fĂŒhlt sich wie eine kleine Schatzsuche an – kein Wunder, dass Hoi An sofort zu meinem Lieblingsort wird.


🎹 Tag 6 – Hoi An entdecken: Farben, Laternen und massgeschneiderte TrĂ€ume

Wir beginnen den Tag mit einem Besuch in einem der alten Tempel, bevor wir mit der Reisegruppe durch die Altstadt ziehen. Das Wetter spielt zwar nichtnmit – immer wieder kurze Schauer – doch Hoi An verliert dadurch keinen Zauber. Überall trifft man auf liebevoll gefĂŒhrte SchneidergeschĂ€fte, in denen Kleidung nach den eigenen WĂŒnschen angefertigt wird, bunte LaternenlĂ€den und kleine WerkstĂ€tten, in denen Holz- und Stofffiguren entstehen. Zu den beliebtesten SehenswĂŒrdigkeiten zĂ€hlt die japanische BrĂŒcke, das Wahrzeichen Hoi Ans aus dem 16. Jahrhundert. Schmale, schmucke Gassen mit alten HolzhĂ€usern und Tempeln versprĂŒhen den Charme vergangener Zeiten, wĂ€hrend kleine KunsthandwerkslĂ€den, CafĂ©s und Restaurants die Strassen lebendig machen. Wegen der zahlreichen KanĂ€le, die sich vom Thu-Bon-Fluss quer durch die Stadt schlĂ€ngeln, wird Hoi An auch als das "Venedig Vietnams" bezeichnet. Besonders beeindruckend ist, wie die Stadt Mode und Licht miteinander verbindet: TagsĂŒber stöbert man durch massgeschneiderte Outfits, nachts tauchen die bunten Laternen die schmalen Gassen und den Fluss in warmes, stimmungsvolles Licht. Hoi An vereint Farbe, Handwerk und Magie – alles an einem Ort!



⛰ Tag 7 – Hoi An – Da Nang – Hue: Wolkenpass & Kaiserstadt

Die Fahrt ĂŒber den Wolkenpass ist ein wahres Fest fĂŒr die Augen. Hinter jeder Kurve eröffnen sich sattgrĂŒne Reisfelder, Lotusblumen, dösende Ochsen und das glitzernde Meer in der Ferne. Vietnamesische SpitzhĂŒte ragen wie kleine Akzente aus der Landschaft und verleihen der Strecke einen unverwechselbaren Charme. Der Wolkenpass verbindet die grösseren StĂ€dte Hue und Da Nang und schlĂ€ngelt sich ĂŒber 21 km durch die AuslĂ€ufer des Truong-Son-Gebirges, das Nord- und SĂŒdvietnam voneinander trennt.

Hue empfĂ€ngt mich majestĂ€tisch: Die antike Kaiserstadt am ParfĂŒmfluss war im 19. Jahrhundert die kulturelle Mitte Vietnams und wĂ€hrend der Nguyen-Dynastie zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert die Hauptstadt des Kaiserreiches. Die wohl berĂŒhmteste SehenswĂŒrdigkeit Hues sind die alten Palastanlagen des Kaisers und die dazugehörige Zitadelle, die 1833 ihre volle Pracht entfaltet hat. Diese majestĂ€tische Festung diente als zentraler Regierungssitz der mĂ€chtigen Nguyen-Dynastie und wurde bis 1945 von den Kaisern Vietnams bewohnt. Beim Betreten der Zitadelle ĂŒber eine alte SteinbrĂŒcke erblickt man den prĂ€chtigen Thai-Hoa-Palast. Die kunstvoll lackierten SĂ€ulen, die das Dach tragen, sind mit schimmerndem Gold verziert und strahlen eine besondere Eleganz aus. WĂ€hrend einer entspannten Fahrt in einem Fahrradtaxi in einer sogenannten Rikscha, habe ich die wunderbare Gelegenheit, die beeindruckende Grösse und Pracht der Zitadelle hautnah zu erleben. Mein nĂ€chstes Ziel ist das Grabmal von Tu Duc, ein Meisterwerk königlicher Architektur aus der Nguyen-Dynastie. Eingebettet in einen weitlĂ€ufigen, ĂŒppigen Kiefernwald, etwa 8 km von Hue entfernt, ruht hier Kaiser Tu Duc (1848–83), der die lĂ€ngste Regierungszeit aller Monarchen der Nguyen-Dynastie erlebte. Der Bau dieses Grabmals begann 1864 und wurde 1867 vollendet. Auf dem ParfĂŒmfluss gleite ich auf einem kleinen Boot zur heiligen Thien Mu-Pagode, deren stille Schönheit und jahrhundertealte buddhistische Klosteranlage die AtmosphĂ€re Hues noch magischer machen. Das Wasser spiegelt den Himmel, und ich spĂŒre, wie Geschichte hier lebendig wird.



🌆 Tag 8 – Saigon: Energie, Chaos, Herzschlag

Nach einem kurzen Flug lande ich in Ho Chi Minh City, dem ehemaligen Saigon. FĂŒr die einen ist es eine hektische, laute Stadt, fĂŒr die anderen das ehemalige „Paris des Ostens“ mit seinen charmanten CafĂ©s, kolonialen GebĂ€uden und den besten Restaurants des Landes.

Bei einer ausfĂŒhrlichen Stadtrundfahrt durch die pulsierende Mega City entdecke ich die Kathedrale Notre Dame, deren markante TĂŒrme von ĂŒberall sichtbar sind. Ich bin ĂŒberrascht, wie grĂŒn die Stadt ist: breite Alleen, prĂ€chtige Parks und kleine Oasen mitten im Trubel zeugen noch von der französischen Planung als Gartenstadt. Ruhe kehrt in Saigon niemals ein. Vor allem beim Eindunkeln erwacht die Millionenstadt zu neuem Leben: blinkende Lichter, hupende Mopeds, StrassenverkĂ€ufer mit exotischen DĂŒften und ein stetiger Strom von Menschen. Die zahlreichen NachtmĂ€rkte sind das Herz der Stadt – hier treffen sich die Saigoner auf ein Glas, tauschen Geschichten aus und gönnen sich eine kurze Verschnaufpause von der Hitze und dem Alltag. Ich tauche tief ein in den pulsierenden Rhythmus von Saigon. Jede Strasse wird zum Abenteuer, jede Ecke hĂ€lt eine Überraschung bereit. Kleine CafĂ©s zwischen Wolkenkratzern laden ein, sich treiben zu lassen, wĂ€hrend vietnamesische KaffeespezialitĂ€ten den Geist beleben. Zwischen MĂ€rkten, Lichtern und Menschenmengen spĂŒre ich die pure Energie und Lebensfreude der Stadt – Saigon fasziniert mit Energie und Leben – mein zweiter Lieblingsort der Reise, pulsierend und voller Geschichten.



🌮 Tag 9 – Mekong-Delta: Entspannung auf dem Wasser

Heute tauche ich ein in das grĂŒne Herz Vietnams – das Mekong-Delta. Eine Region voller Leben, in der sich endlose Reisfelder, MangrovensĂŒmpfe, alte Khmer-Tempel und kleine Inseln zu einer faszinierenden Landschaft verbinden. Hier mĂŒndet der gewaltige Mekong, der in Tibet entspringt und auf ĂŒber 4’000 km sechs LĂ€nder durchquert, ins SĂŒdchinesische Meer. Das Delta ist Vietnams Reiskammer: Dreimal im Jahr wird hier mehr als die HĂ€lfte der gesamten Reisproduktion geerntet. Dazwischen wachsen FrĂŒchte, GemĂŒse, Zuckerrohr und KokosnĂŒsse; Orchideenplantagen und Fischfarmen vervollstĂ€ndigen das Bild. Neben den landwirtschaftlich genutzten FlĂ€chen dominieren MangrovensĂŒmpfe, Palmen und eine ĂŒppige tropische Vegetation mit ĂŒppigem GrĂŒn und bunten BlĂŒten. Über 1’000 Tierarten finden hier ein Zuhause, was die Region zu einem ĂŒberraschend artenreichen Biotop macht.

Ich gleite gemĂ€chlich auf einem kleinen Boot durch schmale Wasserwege und entdecke schwimmende MĂ€rkte, auf denen HĂ€ndler ihre Waren anbieten, als sei die Zeit stehen geblieben. Die Drachen- und Einhorninsel zieht mich in ihren Bann, kleine Kokosnuss-Dörfer liegen friedlich am Ufer, und ĂŒber Land geht es mit Pferdewagen durch die ĂŒppigen Felder. Überall spĂŒre ich die Harmonie zwischen Mensch, Natur und Wasser – das Leben hier ist ruhig, entschleunigt und doch lebendig. Eine perfekte Abwechslung nach dem Trubel der StĂ€dte, die den wahren Zauber Vietnams spĂŒren lĂ€sst.



đŸ•łïžÂ Tag 10 – Cu Chi Tunnel: Geschichte unter der Erde

Unter der Erde windet sich ein Labyrinth von 248 km GĂ€ngen, die wĂ€hrend des Vietnamkriegs vom Vietcong genutzt wurden. Da ich Platzangst habe, wage ich mich nicht hinein, sondern beobachte die Tunnel kurz von aussen. Trotzdem spĂŒre ich die Geschichte unter meinen FĂŒssen und kann die erstaunliche Ingenieurskunst und den Mut der Menschen erahnen, die hier gelebt und gekĂ€mpft haben. Nach diesem eindrĂŒcklichen Besuch geht es weiter Richtung Mui Ne – Zeit fĂŒr Sonne, Strand und pure Entspannung.


🌊 Tage 11–16 – Mui Ne: TraumstrĂ€nde & rote DĂŒnen

Im Pandanus Resort: Privatstrand, tropischer Garten, Pool mit Meerblick. Morgens Tai-Chi, nachmittags DĂŒnenwanderung, abends frische MeeresfrĂŒchte am Strand. Ich verliere mich in SonnenuntergĂ€ngen, die den Himmel in Gold und Orange tauchen, und spĂŒre, wie die Reise langsam nachklingt. Mui Ne ist klein, aber magisch. Ein perfekter Abschluss einer intensiven Rundreise, der Körper und Seele in Einklang bringt.




Fazit:

Von den lebendigen Strassen Hanois ĂŒber die surreale Halong-Bucht, die magischen Laternen von Hoi An bis zur pulsierenden Energie Saigons und den entspannten StrĂ€nden Mui Nes – Vietnam ist ein farbenfrohes Mosaik an EindrĂŒcken.

FĂŒr mich bleiben Hoi An und Saigon die Highlights: einmal voller Ruhe und Magie, einmal voller Energie und Überraschungen. 2œ Wochen, die sich wie mehrere Reisen gleichzeitig anfĂŒhlen. Vietnam ĂŒberrascht, verzaubert und lĂ€sst einen nie wieder los.

Kommentare


Abo-Formular

Vielen Dank!

  • Instagram

©2024 once around the globe. Erstellt mit Wix.com

bottom of page